Schnelligkeit hoch Drei
Telekom und Vodafone haben es vorgemacht und jetzt will auch Hansenet mitmischen, bei der ganz schnellen Leitung. Die Hanseaten bringen zu Anfang des neuen Monats nun als dritter Anbieter in Deutschland das superschnelle VDSL auf den Markt und will nur für den Anfang über vier Millionen Haushalte mit der Autobahn über Glasfaser versorgen, sofern das technisch schon möglich ist
Kann noch besser werden
Bisher erreicht VDSL trotz einer möglichen Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s meist nur knapp die Hälfte. Das liegt an technischen Schwierigkeiten, die auch die Konkurrenz nicht zu überwinden in der Lage ist. Denn die benötigten Glasfaserleitungen reichen bisher nur bis kurz vor die Häuser in denen die Nutzer erwartungsfroh vor ihrem Computern sitzen. Die letzten Meter müssen die Daten über ganz ordinäre Telefonleitungen zurücklegen und verlieren dabei gewaltig an Fahrt. Noch ist das nicht zu ändern, denn der Ausbau von DSL ist deutschlandweit noch eine Baustelle, von flächendeckendem VDSL kann noch schon mal gar keine Rede sein. Trotzdem mischt Hansenet jetzt in diesem Markt mit, da sonst immer mehr Kunden zu den Unternehmen abgwandert wären, die die schnelle Leitung schon im Programm haben
Moderate Preise
Den Preis für die höhere Geschwindigkeit will der Anbieter zunächst nicht erhöhen. Kunden bezahlen bisher nicht mehr, als für die herrkömliche Leitung auch. Die Regulierungsbehörde hat aber auch noch nicht lange den Weg frei gemacht und so wird der Preis und Konkurrenzkampf noch ein wenig in die Zukunft verschoben bleiben. Wahrscheinlich ist, dass dann an der Preisschraube nach unten gedreht wird.